Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Letztes Feedback


http://myblog.de/ascheherz

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Manchmal frage ich mich, wieso ich mich eigentlich noch darüber aufrege. Und trotzdem erwische ich mich dabei, wie ich es dennoch immer wieder tue.
Wieso haben es manche Menschen so gut drauf, einem doch recht selbstbewussten Individuum das Gefühl zu geben, als sei alles was es tut und macht nicht gut genug? Dieses Gefühl habe ich in letzter Zeit leider immer wieder und anders als anfangs gedacht glaube ich wirklich, dass die Menschen, die mir diese Empfindung verschaffen, das auch so meinen.

Ich bin beinahe 23 Jahre alt und bin seit knapp einem Jahr Erzieherin. Seit einigen Monaten arbeite ich in einer Kinderkrippe mit Kleinen von 1 - 3 Jahre. Ich liebe meinen Job, auch wenn er manchmal anstrengend und nervenzermürbend ist (so wie jeder andere Job wohl auch?!). Und doch habe ich Menschen in meinem Umfeld, die der Meinung zu sein scheinen, dass meine Arbeit unnütz sei. Oder dass es keine richtige Arbeit ist.
Ich arbeite 30 Stunden die Woche, wenn ich könnte, würde ich mehr machen, aber es geht halt nicht. In diesen 30 Stunden fällt beinahe genau so viel an, wie in anderen Vollzeitjobs auch. Nur das meine Aufgaben nichts mit leblosen Materialien zu tun haben. Es regt mich tierisch auf, wenn ich höre, dass ich nicht wüsste, was richtige Arbeit bedeutet...
Sicher, ich habe vielleicht nicht die körperliche Anstrengung wie ein Bauarbeiter... und ich ziehe auch keine Wände an einem Tag hoch. Aber ich bin anderen Dingen ausgesetzt.
Ich wechsle in einer Woche bis zu +/- 90 Windeln mit unterschiedlichem Inhalt. Manchmal kommt mir dieser schon entgegen.
Ich bin Schnodd, Rotz und anderen Körperflüssigkeiten schutzlos ausgesetzt, auch bei den Mahlzeiten.
Scharfe Fingernägel und kleine Zähnchen schmerzen genau so wie Splitter und Funkenregen.
Und von der Lautstärke und den Viren und Bazillen will ich gar nicht erst anfangen...

Ich möchte mal meinen Vater (47) sehen, wie er eine Woche (wirklich nur eine Woche) in der Einrichtung übersteht, ohne die Nerven zu verlieren. Er würde nicht mal 2 Tage schaffen. Nach einem Tag wäre er schon total genervt.
Und trotzdem nimmt er sich das Recht heraus zu behaupten, ich würde nicht richtig arbeiten. Genau wie meine Schwiegermutter in Spe. Mein Job ist unnötig, sagt sie. Damals haben die Mütter das noch alleine geschafft.
Schön! Wenn das heute noch so wäre, hätte ich vielleicht auch schon ein Kind... Wenn ich 3 Jahre zuhause bleiben könnte, nachdem mein Kind auf die Welt kam, wäre das super! Aber leider geht das nicht. Nur geht das nicht in ihren Kopf rein.

Es nervt mich einfach tierisch, dass ich von Älteren nicht als erwachsene, selbständig denkende Person wahrgenommen werde. Meine Kollegin gibt mir ebenso das Gefühl, nichts richtig zu machen, nur weil ich laut ihrer Bitte darauf achte, keine Überstunden zu machen. Ich habe auch meine Termine in der Woche, die ich einhalten muss... Und ich bin leider noch an den Bus gebunden. Herzaubern kann ich meinen Führerschein nicht.

Solche Menschen vermiesen mir echt immer wieder den Nachmittag, den ich eigentlich für andere Dinge haben sollte.
Und nun muss das Internet herhalten, damit ich mich auskotzen kann.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,
Wirsing~
23.2.11 15:30
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung