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Ich konnte jetzt längere Zeit nicht schreiben.
Schuld daran war mein Nervenzusammenbruch, den ich letzte Woche hatte. Er hat sich zuvor schon schleichend angekündigt, aber wie das so ist, nimmt man solche Warnungen nicht immer für voll. Vollkommen am Boden zerstört fühlte ich mich wieder in den Sommer zurückgesetzt, als es mich das letzte Mal heimsuchte. Wahrscheinlich wird es immer und immer wieder kommen, wenn ich nicht bald etwas dagegen unternehme.
Grund für diese beinahe regelmäßige Überlastung meiner Emotionswelt ist unter anderem ER. ER trinkt regelmäßig, wenn er merkt, das Probleme ins Haus schneien und versucht sie dann in seinem Suff zu lösen. Ich bin wohl die einzige, die sich traut zu behaupten, er hätte ein Alkoholproblem. Alle anderen verschließen die Augen davor - oder machen sich keine Gedanken darüber.

Ich habe Angst davor. Wenn ich mit dieser Behauptung IHR gehe, dann bekomme ich den selben angepissten Satz wie damals um die Ohren geknallt. Und da SIE mich sowieso schon dafür verantwortlich macht, was alles so passiert... Ich kann es ihnen auch nicht vor Augen führen, wenn sie sie davor verschließen. Der Gedanke muss von alleine kommen, allerdings werde ich es mir nicht mehr ansehen.

Diese Woche war der Kontakt echt rar. SIE gab mir sicherlich mit die Schuld daran, dass ER neulich einfach aufstand und im Wohnzimmer aß, statt bei uns. Und das nur, weil ich über dieses eine Thema nicht sprechen wollte. Was ist so schwer daran, einfach das Thema zu wechseln? Ich weiß es nicht.
Keiner von beiden hat sich bisher bei mir gemeldet. Ich glaube nicht, dass sie das bald tun werden.

Ich frage mich immer wieder, warum ich so eine kaputte Familie habe und ob ich genau so schlimm bin, wie die beiden. Immerhin stamme ich von ihnen ab. Irgendwelche Macken muss ich doch auch haben. Am größten ist die Angst, irgendwann genau so dem Alkohol zu erliegen wie ER. Ein Grund, warum ich so gut wie nie etwas Trinke und dann auch nur in sehr geringen Mengen. Es tut weh, wenn solche Gedanken tagtäglich da sind und dich davon abhalten andere Dinge zu tun. Ich schlafe nicht richtig und mein Leben außerhalb meiner Familie wird dadurch auch nicht verbessert. Es macht mich fertig.

Wie traurig ist es doch, dass ich einen Blog führen muss, um mir alles von der Seele zu reden. Aber anders kann ich im Augenblick nicht damit umgehen. Mir bleibt nur die Hoffnung, dass ER es bald merkt, oder SIE etwas dagegen in die Wege leitet.
Manchmal wünsche ich mir, sie hätten sich damals scheiden lassen...
5.3.11 16:53
 


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