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In the End

Ich habe heute einen Menschen aus meiner ICQ Liste gelöscht, der mir lange Zeit unendlich wichtig war. Das Gefühl, den "Löschen-Button" zu drücken war nicht einfach. Ich hab lange überlegt, ob ich das wirklich machen sollte, schließlich haben wir seit 6 Monaten keinen Kontakt mehr und das wird wahrscheinlich auch nie wieder so sein. Denn meine ehemalige beste Freundin gibt mir die Schuld an allem. Sie lässt mich als den Buh-Mann dar stehen, und das ging dieses Mal einfach zu weit.

In all den Jahren habe ich immer wieder nachgegeben und zugelassen, dass ich mich ihr anpasse, als dass wir uns zusammen entwickeln, als das, was wir waren: Freundinnen.

Doch unsere Ansichten waren dann doch zu unterschiedlich. Es konnte nicht funktionieren. Sie hat immer das bekommen, was sie wollte. Ich musste immer kämpfen.
Dabei war damals alles so schön. So wundervoll. So vollkommen, wenn sie da war. Sie war mein Ein und Alles. Meine andere Hälfte. Diejenige, die ich angerufen habe, als ich meinen ersten Kuss hatte. Das Mädchen, an das ich denken werde, wenn ich meinen Kindern irgendwann aus meiner Jugendzeit erzähle. Wir haben so viel zusammen erlebt. So vieles durchgemacht. Als sie dachte, schwanger zu sein, war ich für sie da. Ich habe ihre Männer akzeptiert, die alle versucht haben, uns auseinander zu bringen. Unsere Freundschaft konnte ich immer mit meinen Beziehungen vereinbaren. Sie nicht.
Wann immer sie einen Mann an ihrer Seite hatte, war ich zum Platzhalter geworden. Es gab keinen Raum für mich, zwischen ihnen.
Und da sie sich immer von ihren Männern kontrollieren und beeinflussen ließ, habe ich gewartet. Immer. Und immer.

Es gab ein Jahr, in dem wir nicht miteinander gesprochen haben. Es war ein schlimmes Jahr für mich. Grausam. Stets habe ich an sie gedacht und irgendwann den Kontakt zu ihr aufgenommen. Wir kamen uns wieder näher. Freundeten uns wieder an.

Ich wollte ins Ausland gehen. Mein Sparbuch war bereits voll, ich musste mich nur noch anmelden. Da kam sie und fragte, ob ich bei ihr einziehe.
Der damalige Mann an ihrer Seite war nicht gut für sie. Absolut nicht. Er war zwanghaft kontrollsüchtig, überprüfte alles, setzte sie unter Druck, rief ständig an. Sie wollte Schluss machen, aber der Mut fehlte. Ich sollte einziehen, damit er gehen konnte.
Es war ein langer Weg bis dahin.
Doch dann zog ich ein.

Allerdings ging er nicht.
In den 8 Monaten, die ich mit ihr zusammen wohnte, war er nur 3 Wochen (zusammengezählt) weg. Er verschwand einfach nicht. Es ging nicht in sein Hirn. Und sie ließ ihn immer wieder zurückkommen.
Es tat weh. Und obwohl ich sagte, dass ich mich unwohl fühlte... änderte sich nichts. Mit ihr zu reden brachte nichts. Denn zuhören tat sie nicht wirklich. So fühlte es sich für mich an. Sie sah mich nicht an dabei, pendelte zwischen zwei Männern hin und her, ließ sich mitreißen von winzigen Momenten, die perfekt gewirkt hatten...

Ich hielt es nicht mehr aus. Ich bekam körperliche Beschwerden von dem Stress. Hinzu kam Schimmel in meinem Zimmer. Also wollte ich ausziehen. Ich wusste nicht wohin.
Letzten Endes zog ich zu meinem Freund, den ich nur kennenlernte, weil ich nicht ins Ausland ging. Er bot sich an. Ich wollte es nicht, denn wir waren nicht lange zusammen.
Und doch tat ich es, denn ich musste da raus.

Ich zog aus. Vorzeitig, zahlte jedoch weiterhin alles. Und doch war ich für sie der Arsch vom Dienst. Ich hätte sie hängen lassen. Hätte sie angelogen und ihr etwas vorgemacht.
Es war mir unverständlich, wie sie so etwas glauben konnte, denn wenn sie zugehört hätte, dann wäre es ihr klar gewesen, dass ich es nicht aus purer Lust und Laune heraus tat. Doch sie hatte nicht zugehört.
Es war schwer für mich, nicht mehr mit ihr reden zu können.
Sehr schwer.

Sie war über Jahre meine allerbeste Freundin gewesen. Der Mensch, dem ich alles anvertraute. Jeden Gedanken, jeden Wunsch, jede Hoffnung.
In meiner Fotobox gibt es so zahlreiche Bilder von uns...

Sie ignoriert mich. Für sie habe ich etwas Unverzeihliches getan. Ich glaube, sie hat nicht darüber nachgedacht, wie ich mich gefühlt habe.
Sie hat wahrscheinlich nicht gewusst, dass ich immer, wenn ich bei meinem Freund oder meinen Eltern war, nicht mehr in die WG - nach Hause - zurückwollte, weil es keine Heimat für mich war. Es war ein Gefängnis. Vier Wände, zwei Zimmer, eine Tür.
Immer wieder Streiterein um dieses und jenes. Andauernd die Angst, er kommt zurück und macht Terror. Ich hab es nicht mehr ausgehalten.

Alleingelassen habe ich sie nicht. Ich wäre für sie da gewesen. Ich war es die ganze Zeit. Doch sie hat es nicht bemerkt, weil die Männer ihren Kopf zugemüllt haben mit unsinnigen Vorstellungen und Träumen. Wie kann man von einer glücklichen Zukunft mit einem Mann träumen, der bisher nur Enttäuschungen geliefert hat? Der einem körperlichen und seelischen Schaden zugefügt hat? Wie abhängig muss man sein, um so weit zu gehen?

Sie ist lange nicht mehr das Mädchen, dass sie damals war. Nicht einmal mehr Ansatzweise.

Es tut mir unendlich Leid, dass sie das Gefühl hat, ich hätte sie betrogen und hintergangen.
Es tut weh, nicht mehr mit ihr reden zu können.
Die Erinnerungen an damals sind schmerzhafter als alles, was ich bisher kannte.

Und doch werde ich immer und immer wieder an uns denken. Ich werde sie nicht aus meinem Leben streichen. Sie war mir wichtig. Und wird es immer sein.
Vielleicht finden sich unsere Wege irgendwann wieder. Ich hoffe es sehr. Doch für den Augenblick... muss ich Abstand nehmen, um endlich abschließen zu können.

Ich liebe dich, Mrs. B.!

Auf ewig.
Mrs. S.
13.5.11 16:49
 


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